Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen-Neubauamt Helmstedt

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Inhalt: Begriffserklärung Fachbegriffe

Mittellandkanal beleuchtet

Ausgleichsmaßnahme
Beim Ausbau des Mittellandkanals müssen Eingriffe in den Naturhaushalt (z.B. Fällen und Roden von Bäumen und Sträuchern) ausgeglichen werden. Ausgleich bedeutet dabei eine gleichartige und räumlich nahe Wiederherstellung der beeinträchtigten Funktionen. Beispielsweise werden in der Nähe neue Hecken und Feldgehölze gepflanzt.

Ausbaukriterien für den Mittellandkanal
Die Ausbaukriterien legen die Abmessungen des Kanalquerschnitts fest. Für vier verschiedene Querschnittsformen wurden Breite, Tiefe sowie die Querschnittsform (rechteckig, trapezförmig oder eine Kombination von beiden) festgelegt.

Bogenbrücke
Brücke, bei der die Hauptträger einen Bogen bilden, der vorwiegend oder ausschließlich auf Druck beansprucht ist.

BWo
Oberer Betriebswasserstand, dies entspricht dem höchsten Wasserstand, der auf dem Kanal anzutreffen ist.

Dammstrecke
In diesem Abschnitt des Mittellandkanals liegt der Kanalwasserspiegel zwischen künstlich aufgeschütteten Erdkörpern - den Dämmen - über dem angrenzenden Gelände. Bei einem Höhenunterschied von mehr als 2,00 m wird dieser Kanalabschnitt als "Hohe Dammstrecke" bezeichnet.

Dichtungsstrecke
Damit das Wasser im Mittellandkanal im Bereich eines Dammes nicht in das angrenzende tiefer gelegene Gelände auslaufen kann, sind die wasserseitigen Böschungen und die Sohle des Kanals gedichtet.

Düker
Ein Düker ist die Unterführung eines Rohres z. B. Abwasser-, Trinkwasserleitung, Grundwasser oder Öl-Pipeline aber auch Bach- und Flussläufen unter dem Mittellandkanal.

Durchfahrtshöhe
Die Höhe, die zwischen der Brückenunterkante und dem Wasserspiegel liegt, höher darf ein Schiff nicht aus dem Wasser ragen, um sicher den Mittellandkanal passieren zu können.

Einlaufbauwerk / Auslaufbauwerk
Ein Düker besteht aus einem Einlaufbauwerk, einem (Düker-)Rohr und einem Auslaufbauwerk. Im Einlaufbauwerk wird das ankommende Wasser eines Bach- oder Flusslaufes gesammelt und in das Rohr weitergeleitet. Das Wasser fließt durch das Dükerrohr und kommt auf der anderen Seite des Mittellandkanals im Auslaufbauwerk wieder an die Oberfläche.

Fachwerkkonstruktion
Fachwerk ist eine Bezeichnung für eine Skelettbauweise, ein Fachwerk besteht aus miteinander verbundenen Stäben, die tragende oder aussteifende Funktionen haben. Eine Fachwerkkonstruktion für eine Brücke besteht aus zwei Fachwerkträgern, die Hochkant links und rechts der Fahrbahn die Brücke tragen.

Fahrrinne
Teil des Fahrwassers, in dem für den durchgehenden Schiffsverkehr bestimmte Breite und Tiefen vorhanden sind.

Fahrwasser
Teil einer Wasserstraße oder der hohen See, der den örtlichen Umständen nach vom durchgehenden Schiffsverkehr benutzt wird.

GMS
Abkürzung für Großmotorgüterschiff

Großmotorgüterschiff, auch Motorgüterschiff oder Frachtmotorschiff genannt
Binnenschiff, das über einen offen oder überdachten Frachtraum befügt und mit Schütt-, Stück-oder Massengütern verschiedener Art beladen werden kann.

Hochwasserschutz / Hochwassereinleitungsbauwerk
Der Mittellandkanal kreuzt mehrere natürliche Bach und Flussläufe, wie z.B. die Aller. Im Falle eines Hochwassers der Aller kann ein Teil des Hochwasserabflusses in den Mittellandkanal, und von dort weiter in die Elbe geleitet werden. Das Hochwasser der Aller unterhalb des Mittellandkanals wird dadurch verringert.Die Einleitung des Hochwassers in den Mittellandkanal findet über ein sogenanntes "Hochwassereinleitungsbauwerk" statt. Dabei handelt es sich um eine feste Wehrschwelle, die im Hochwasserfall überströmt wird.

Kanal
Wasserstraße mit überwiegend künstlich hergestelltem Gewässerbett.

Lichtraumprofil
Mit dem Lichtraumprofil wird einerseits der "lichte Raum" vorgeschrieben, der für den Verkehrsweg (z.B. Straße, Bahn oder Kanal) von Gegenständen freizuhalten ist, andererseits dient es auch als konstruktive Vorgabe für die Bemessung der vorgesehenen Fahrzeuge.

Mittellandkanal
Der Mittellandkanal verbindet die nordwestdeutschen Stromgebiete des Rheins, der Ems, der Weser mit der Elbe und dem Elbe-Havel-Kanal. Er hat eine Länge von 318 km.

MLK
Abkürzung für Mittellandkanal

Osthaltung des Mittellandkanals
Bereich des Mittellandkanals zwischen der Schleuse Sülfeld und der Kanalbrücke in Magdeburg, Zuständigkeitsbereich des Wasserstraßen-Neubauamtes Helmstedt.

Planfeststellungsverfahren
Das Planfeststellungsverfahren ist ein Rechtsverfahren, in dem für einen geplanten Bereich alle Genehmigungen konzentriert werden und alle Konflikte erörtert abgewogen und bewältigt werden.

Pylon
Bei modernen Seilbrücken wird die tragende Zwischenstütze als Pylon bezeichnet.

Rechenreinigungsanlage
Der Rechen schützt ein Bauwerk, das von einem Bach oder Flusslauf durchflossen wird, vor sperrigem Treibgut. Diese Rechen mussten bisher von Hand gereinigt werden. Inzwischen kann diese Arbeit von Maschinen erledigt werden. Moderne Rechenreinigungsanlagen gehen automatisch in Betrieb, wenn Rechen verschmutzt sind.

Schleuse
Bauwerk zum Überwinden einer Fallstufe, bei dem durch Füllen oder Leeren der Schleusenkammer Schiffe gehoben bzw. abgesenkt werden.

Sichtbetonfläche
Die nach der Fertigstellung des Bauwerks noch sichtbaren Oberflächen des Betons.

Spundwände
Spundwände dienen zur Sicherung von Baugruben oder zur Sicherung von senkrechten Uferbereichen. In der Regel werden Stahlspundwände verwendet, die gerammt oder eingerüttelt werden.

Stabbogenbrücke
Eine Bogenbrücke, bei der die Fahrbahn an stabförmigen Hängern aufgehängt ist.

Strukturschalung
Bei der Betonherstellung dient die Schalung als Form, die den flüssigen Frischbeton aufnimmt, bis er ausgehärtet ist. Eine Strukturschalung ist eine Form mit einer Struktur, die nach der Entfernung der Schalung auf dem fertigen Beton zu sehen ist.

Tondichtung
Um ein Leerlaufen des Kanals in der Dammstrecke zu verhindern, wird das Kanalbett mit einer mindestens 30 cm dicken Schicht aus natürlichem Ton ausgekleidet.

Topografisch
Die Lage und Höhe der Erdoberfläche betreffend

Tragwerk
Als Tragwerk werden die Bauteile eines Bauwerkes bezeichnet, die der Tragwirkung und der statisch konstruktiven Durchbildung eines Bauwerkes dienen.

Uferdeckwerk
Bauwerk zur Befestigung eines geböschten Ufers

Wasserstraße
Oberirdisches Gewässer oder Küstengewässer, das gesetzlich für den Personen- und bzw. oder Güterverkehr mit Schiffen bestimmt ist.

Widerlager
Ein Brückenwiderlager ist ein Stahlbetonbauteil, das als Endauflager einer Brücke dient. Die Widerlager leiten die Lasten der Brücke in den Baugrund. Die Mittellandkanalbrücken haben in der Regel zwei Widerlager.