Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen-Neubauamt Helmstedt

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Inhalt: Die Schleusenkanäle der Mittelweser zwischen Minden und Bremen

Anpassung der Mittelweser an das Großmotorgüterschiff

Im Jahre 1984 wurde zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Freien Hansestadt Bremen die Anpassung der Mittelweser für die ganzjährige Befahrbarkeit mit 2,50 m abgeladenen 1.350 t-Schiffen (Länge 85 m, Breite 9,50 m) beschlossen und mit dem "Verwaltungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Freien Hansestadt Bremen über die Anpassung der Mittelweser" vom 17./26. Oktober 1988 fixiert. Die Kosten werden zu 1/3 von der Freien Hansestadt Bremen und zu 2/3 vom Bund getragen.

Zwischenzeitliche Entwicklungen bei der Binnenschifffahrt haben gezeigt, dass die gewählte Anpassung an das 1.350 t-Schiff nicht mehr dem Standard im Schiffbau gerecht wird. Typschiff ist heute das Großmotorgüterschiff (GMS) mit einer Länge von 110 m und einer Breite von 11,45 m. Im Rahmen einer Nutzen-Kosten-Untersuchung wurde der volkswirtschaftliche Nutzen für einen moderaten, mit verkehrsregelnden Maßnahmen kombinierten Ausbau nach GMS-Standard entwickelt. Für die Durchführung dieser Maßnahmen wurde das "Verwaltungsabkommen zur Änderung des Verwaltungsabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Freien Hansestadt Bremen über die Anpassung der Mittelweser vom 17./26. Oktober 1988" am 17.10.1997 unterzeichnet.

Die Mittelweseranpassung für das GMS umfasst den Bereich vom Mittelweser-km 204,400 (Beginn des unteren Vorhafens der Schleuse Minden) bis zum Unterweser-km 1,375 (Binnenschifffahrtsgrenze).

Im Zuständigkeitsbereich des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) Verden sind die Stauhaltungen und Schleusenkanäle Petershagen, Schlüsselburg, Landesbergen, Drakenburg, Dörverden und Langwedel zwischen Mittelweser-km 204,400 und 354,190. Im Zuständigkeitsbereich des WSA Bremen ist die Stauhaltung Hemelingen zwischen Mittelweser-km 354,190 bis Unterweser-km 1,375.

Das Wasserstraßen-Neubauamt Helmstedt ist seit 2007 mit den Planungen für den Ausbau der Schleusenkanäle im Rahmen der Mittelweseranpassung befasst.

Ziel der Abkommenspartner ist es, nach der Verkehrsfreigabe der Schleuse Minden die Mittelweser für das GMS freizugeben. Dies erfolgt Ende 2017. Hierzu sind vom WNA Helmstedt folgende Maßnahmen umzusetzen:

In 2009 war der Baubeginn für die Schleusenkanäle Langwedel und Drakenburg. Beide Baumaßnahmen wurden Ende 2011 fertig gestellt. In 2011 haben die Planungen für den Ausbau des Schleusenoberkanals Dörverden sowie der Vorhäfen der Schleuse Langwedel begonnen. Derzeit beginnen die Planungen zum Ersatz der Leitwerke und Dalben in den Vorhäfen der Schleusen Langwedel, Drakenburg, Landesbergen, Schlüsselburg und Petershagen.