Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen-Neubauamt Helmstedt

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Inhalt: Der Stichkanal Salzgitter

Ausbau des Stichkanals Salzgitter

Der Stichkanal nach Salzgitter (SKS) hat eine Gesamtlänge von 17,968 km und zweigt vom Mittellandkanal westlich von Braunschweig bei MLK-km 213,5 ab. Die Unterhaltungsgrenze für die WSV endet bei SKS-km 14,918 vor dem Hafen Salzgitter. Der SKS wurde bereits Ende der 70er Jahre in seinen jetzigen Abmessungen ausgebaut. Am SKS sind 2 Doppelschleusen (Wedtlenstedt und Üfingen) vorhanden, mit denen ein Höhenunterschied von 9,30 m bzw. 9,0 m überbrückt wird.

Der Ausbau des SKS erfolgte bis zur Schleuse Wedtlenstedt als R-Profil mit 39,0 m Wasserspiegelbreite und 4,00 m Wassertiefe. Der untere Vorhafen der Schleuse Wedtlenstedt wurde ebenfalls ausgebaut. In den Haltungen Wedtlenstedt (zwischen Schleuse Wedtlenstedt und Schleuse Üfingen) und Üfingen (zwischen Schleuse Üfingen und Hafen Salzgitter) erfolgten jeweils eine Wasserspiegelanspannung um 30 cm sowie eine Deckwerkssicherung und der Ausbau der Betriebswege.

Für den Stichkanal nach Salzgitter ist die max. Abladetiefe für Schiffe und Schubverbände mit einer Breite > 9,60 m auf 2,50 m begrenzt.

Gemeinsam mit den beteiligten Bundesländern wurde in der Fortschreibung des Regierungsabkommens der weitere Ausbau des Mittellandkanals und seiner Stichkanäle geregelt. Maßgebend für diese Entscheidung ist die prognostizierte Transportsteigerung im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2003, in dem von derzeit 2,8 Mio. t auf rd. 4,6 Mio. t am SKS in 2015 erwartet wird. Aufgrund der bereits bundesweit vorliegenden Güterverkehrsprognose 2025 ist eine weitere Steigerung des Transportaufkommens zu erwarten.

Im Zuge der Maßnahme zum Ausbau des Mittellandkanals (MLK) werden auch die Stichkanäle so verbreitert und vertieft, dass sie von Großmotorgüterschiffen (GMS), übergroßen Großmotorgüterschiffen (üGMS) und Schubverbänden mit 2,80 m Abladung im Richtungsverkehr (Einbahnverkehr) befahren werden können. Mit der Planung für den Ausbau des Stichkanals Salzgitter wurde das WNA Helmstedt beauftragt.

Der Ausbau des Stichkanals Salzgitter erfolgt weitgehend unter Aufrechterhaltung des Schiffsverkehrs, daher werden vorbereitend die Ostkammern der Schleusen Wedtlenstedt und Üfingen durch das WSA Braunschweig grundinstand gesetzt. Für den Umbau der Westkammern der Schleusen Wedtlenstedt und Üfingen ist das Neubauamt für den Ausbau des Mittellandkanals in Hannover zuständig.

Derzeit erfolgen die Planungen zum Ausbau des SKS. Das Planfeststellungsverfahren wird seit Mitte 2015 durchgeführt. Der Baubegin ist für das Jahr 2017 vorgesehen.

Hafen Beddingen (Blickrichtung Nord)

SKS zwischen Mittellandkanal und Schleuse Wedtlenstedt

Unterer Vorhafen Schleuse Üfingen (Blickrichtung Süd)