Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen-Neubauamt Helmstedt

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Inhalt: Prüfung von Anträgen für Großraum- und Schwertransporte

Allgemeines

Großraumtransporte und Schwertransporte sind Transporte bei denen Straßenfahrzeuge, deren Abmessungen oder Gewicht über den allgemein gesetzlich zugelassenen Vorgaben liegen, zum Einsatz kommen. Welche Abmessungen und Gewichte dies sind, regelt die Straßenverkehrsordnung (StVO) und die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO).

Um im Straßenverkehr fahren zu dürfen, benötigen Großraumtransporte eine Ausnahmegenehmigung und Schwertransporte eine Erlaubnis. Die Ausnahmegenehmigung bzw. Erlaubnis wird dem Spediteur von der zuständigen Straßenverkehrsbehörde erteilt und gelten immer nur für bestimmte Strecken und für fest definierte Zeiträume.

Auf seinem Fahrtweg nutzt ein Transportfahrzeug unterschiedliche Straßen, Brücken und sonstigen Anlagen (z.B. Bahngleise), die jeweils unterschiedlichen Eigentümern gehören. Im Zuge des Genehmigungsverfahrens ermittelt die zuständige Straßenverkehrsbehörde, welche Behörden mit ihren Bauwerken und Anlagen durch den Großraum- und Schwertransport betroffen sind. Diese Behörden werden informiert und geben ihre Stellungnahmen, gegebenenfalls mit Auflagen, ab. Die zuständige Straßenverkehrsbehörde fasst schließlich alle Stellungnahmen zusammen und nimmt diese in die Ausnahmegenehmigung bzw. Erlaubnis auf.

Die Fachstelle Brücken Mitte als Bündelungsstelle für das Genehmigungsverfahren für Großraum- und Schwerlasttransporte

Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens für Großraum- und Schwertransporte arbeitet die FBM den Straßenverkehrsbehörden der Städte und Landkreise sowie den Landesbehörden für Straßenbau und Verkehr bzw. den Landesverwaltungsämtern zu.

Möchte ein Großraum- bzw. Schwertransport Brücken der GDWS Ast Mitte befahren, so wird die FBM durch eine der vorgenannten Behörden davon in Kenntnis gesetzt und erhält die zum Transport zugehörigen Transport- und Fahrzeugdaten.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachstelle Brücken Mitte prüfen pro Kalenderjahr circa 2.500 Anträge für Großraum- bzw. Schwertransporte. Die Antragsbearbeitung erfolgt überwiegend über das Programm VEMAGS, ein internetbasiertes Online-Genehmigungsverfahren, an dem alle 16 Bundesländer und der Bund teilnehmen.

Anhand der Transport- und Fahrzeugdaten ermittelt die FBM, welche Brückenbauwerke durch den Transport betroffen sind und überprüft deren Befahrbarkeit. Dabei werden unter anderem folgende Aspekte berücksichtigt:

Die FBM führt im Rahmen der Befahrbarkeitsprüfung in der Regel für jeden Transport eine vereinfachte statische Nachrechnung mit Hilfe eines Rechenprogramms durch. In vielen Fällen, insbesondere wenn Transportfahrzeuge sehr hohe Fahrzeuggewichte und Achslasten aufweisen, ist für die betroffene Brücke und das konkrete Fahrzeug eine erweiterte statische Berechnung aufzustellen.

Das Ergebnis der Überprüfung der Brücken teilt die FBM der anfragenden Behörde durch eine Stellungnahme mit. Kann der Befahrung einer Brücke beispielsweise aus statischer Sicht nicht zugestimmt werden, so muss die FBM den Transport ablehnen. Zustimmungen zu einem Transport sind in der Regel mit Bedingungen und Auflagen für den Spediteur verbunden.

Die FBM stellt keine Erlaubnis bzw. Ausnahmegenehmigung aus. Diese erhält der Spediteur ausschließlich von der für ihn gemäß § 47 StVO zuständigen Straßenverkehrsbehörde.

Die am häufigsten beantragten Transportfahrzeuge der Großraum- bzw. Schwertransporte sind Mobilkräne, Sattelkraftfahrzeuge und Fahrzeuge mit mehrachsigen Spezial-Tiefladern.