Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen-Neubauamt Helmstedt

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Inhalt: Liegenschaft und Vermessung

Der vermessungstechnische Innen- und Außendienst erledigt überwiegend die folgenden Aufgaben:

Dies ist nur ein Auszug aus dem umfangreichen Aufgabengebiet, das in einem Aufgabengliederungsplan (AGP) zusammengestellt ist.

Vermessungsbus mit Ausrüstung und Messgeräten

 

Für die Aufgabenerledigung im Außendienst wird modernste Vermessungstechnik eingesetzt. Zur Verfügung stehen zwei Fahrzeuge mit entsprechender Ausrüstung. Für die verschiedenen Aufgaben (z. B. Absteckungen, Lagemessungen) stehen zur Zeit Tachymeter des Typs Trimble S6 zur Verfügung. Die Höhenmessungen werden mit Hilfe eines automatischen Nivelliers der Firma Leica durchgeführt.

Für eine schnellere und komfortablere Bestimmung von Koordinaten wird zusätzlich ein GNSS-Empfänger (Globales Navigations-Satellitensystem) von Trimble eingesetzt. Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, die oftmals weitab vom Kanal und in schwer zugänglichem Gebiet liegen, können so kosten- und zeitsparender vermessungstechnisch bearbeitet werden. Durch den Einsatz dieser modernen Messinstrumente wird eine effiziente und wirtschaftliche Aufgabenerledigung vom vermessungstechnischen Außendienst bis hin zur Auswertung und Dokumentation der Ergebnisse gewährleistet.

Kartenangelegenheiten

Für die mit dem Betrieb und dem Ausbau der Bundeswasserstraßen zusammenhängenden Aufgaben werden verschiedene Karten genutzt. Speziell für die Belange der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes wird die digitale Bundeswasserstraßenkarte (DBWK) vorgehalten.

Die DBWK setzt sich aus der Darstellung der Topographie, den Flurstücksgrenzen sowie weiteren fachspezifischen Inhalten, wie zum Beispiel den bauliche Anlagen, der Kilometrierung und Darstellung der Gewässerachse und der Beschilderung, zusammen.

Zusätzlich werden Übersichts- und Luftbildkarten sowie amtliche Karten der Vermessungs- und Katasterverwaltung der Länder in digitaler Form genutzt.

Digitale Bundeswasserstraßenkarte

Grundlage für die Aktualisierung der DBWK ist das terrestrische Geländeaufmaß bzw. die photogrammetrische Auswertung von Luftbildern nach erfolgtem Ausbau.

Liegenschaftsverwaltung

Für den Ausbau von Bundeswasserstraßen sind Grundstücke in erheblichem Umfang bereitzustellen, zu verwalten und anschließend zu verwerten. Beispielhaft sei hier der Flächenbedarf für den Ausbau des Mittellandkanals (MLK) aufgeführt, für den das Wasserstraßen-Neubauamt Helmstedt unter anderem zuständig ist. Die Flächenbereitstellung lässt sich grob in drei Kategorien einteilen.

Vergleicht man den Flächenbedarf der einzelnen Kategorien so zeigt sich, dass für den eigentlichen Ausbau nur rund 20 % der Gesamtfläche benötigt werden. Dagegen werden 70 % der Flächen für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen benötigt. Nur 10 % werden für Baufelder vorübergehend in Anspruch genommen und später rekultiviert wieder zurückgegeben.

Vor der Flächenbereitstellung für Ausbaumaßnahmen sind die rechtlichen Voraussetzungen durch ein sogenanntes Planfeststellungsverfahren zu schaffen. Innerhalb dieses Verfahrens wird die Planung öffentlich ausgelegt und jeder betroffene Eigentümer hat die Möglichkeit, Einwendungen zur der Planung abzugeben.

Der erforderliche Eingriff in das Eigentum wird auf der Grundlage der technischen Ausbauplanung und der landschaftspflegerischen Begleitplanung in den Grunderwerbsplänen und Verzeichnissen dokumentiert.

Nachdem ein rechtskräftiger Beschluss für das Planfeststellungsverfahren vorliegt, können alle erforderlichen Verträge mit den Grundstückseigentümern bzw. Nutzungsberechtigten abgeschlossen werden.

Die Besonderheiten des Grunderwerbs im Abschnitt von Wolfsburg bis Magdeburg, die sich aus den unterschiedlichen Eigentumsverhältnissen in den neuen und alten Bundesländern ergab, sind in einem Beitrag "Grundstücksbereitstellung für den Ausbau des Mittellandkanals - Besonderheiten im Ost-West-Vergleich" zusammengestellt.

Für die Erledigung der umfangreichen Aufgaben in der Liegenschaftsverwaltung wird seit 2003 eine für die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung entwickelte bundeseinheitliche Datenbank auf der Basis SAP verwendet.

Menü LIS Sachdaten für einen Kaufvertrag

Das Liegenschaftsinformationssystem "LIS" besteht aus Modulen für die Sachdatenverwaltung und einem Grafikmodul mit GIS-Funktionalität der Firma ESRI.

Grafikmodul: Darstellung der Vertragsfläche mit planfestgestellten Flächen und Luftbild als Hintergrundinformation

Diese beiden Module dienen unter anderem der computergestützten Erstellung von Grunderwerbsverzeichnissen und -plänen. Darüber hinaus verbessern sie die Abwicklung aller Arbeitsprozesse in der Liegenschaftsverwaltung.